Das magische Briefportal


Eine neue Geschichte mit Postschlumpf, Ferkel und Küken

Es war ein regnerischer Herbsttag, als Postschlumpf und die Ente wie immer auf der Lenkerstange des gelben Postfahrrads saßen. Der Postbote hatte seine letzte Runde beendet und fuhr zurück zum Posthaus. Die beiden trugen ihre Helme – Postschlumpfs blauen und der Ente ihren weißen – und freuten sich auf einen gemütlichen Nachmittag.

„Ich muss noch das Fahrrad in den Keller bringen", sagte der Postbote und öffnete die schwere Holztür zum Postfahrradkeller. Es war ein alter Raum mit dicken Steinwänden, in dem schon seit vielen, vielen Jahren die Postfahrräder untergebracht wurden. Es roch nach altem Holz und ein bisschen nach den Briefen von früher.

Postschlumpf sprang von der Lenkerstange und schaute sich neugierig um, während der Postbote das Fahrrad abstellte. Die Ente watschelte hinterher und schnatterte leise. In der Ecke des Kellers stand ein alter Schrank, den Postschlumpf noch nie bemerkt hatte. Oder war er vorher gar nicht da gewesen?

„Warte hier, ich hole noch schnell die Luftpumpe", sagte der Postbote und verschwand nach oben. Postschlumpf konnte seine Neugierde nicht zügeln. Er ging zu dem alten Schrank und öffnete vorsichtig die knarrende Tür. Drinnen lagen verstaubte Briefsäcke, alte Stempel und… was war das? Ein seltsames, sanftes Leuchten kam aus der hintersten Ecke.

Das geheimnisvolle Leuchten

Die Ente watschelte aufgeregt näher. Gemeinsam schoben sie die alten Sachen beiseite, und dort, an der Rückwand des Schranks, sahen sie etwas Unglaubliches: Ein ovales Portal, nicht größer als ein Fenster, das in allen Regenbogenfarben schimmerte. In der Mitte schwebten Briefe – manche sahen sehr alt aus mit vergilbtem Papier, andere wirkten brandneu, und einige… einige leuchteten silbern und sahen aus, als wären sie aus der Zukunft!

„Was ist das?", flüsterte Postschlumpf ehrfürchtig. Die Ente schnatterte leise und stupste mit dem Schnabel gegen einen der schwebenden Briefe. Sofort begann dieser zu leuchten, und eine freundliche Stimme erklang aus dem Portal:

„Willkommen am magischen Briefportal! Seit hunderten von Jahren verbindet es Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Briefe, die durch dieses Portal geschickt werden, erreichen ihre Empfänger in jeder Zeit."

Postschlumpf und die Ente schauten sich mit großen Augen an. Ein Portal, das Briefe durch die Zeit schicken konnte!

„Aber warum ist es hier?", fragte Postschlumpf. „Und warum weiß niemand davon?"

Das Portal leuchtete heller. „Nur diejenigen mit einem guten Herzen und echter Neugier können mich finden. Der letzte, der mich entdeckte, war der Urgroßvater des jetzigen Postboten, vor über siebzig Jahren. Er schickte einen Brief an seinen zukünftigen Enkel – das war der Brief, mit dem alles begann."

In diesem Moment kam der Postbote die Kellertreppe herunter. „Postschlumpf? Ente? Wo seid ihr?" Er sah das leuchtende Portal und blieb wie versteinert stehen. „Das… das kann nicht sein! Mein Großvater hat mir davon erzählt, aber ich dachte, es wäre nur eine Geschichte!" „Es ist echt!", piepste Postschlumpf aufgeregt. „Wir können Briefe in die Vergangenheit UND in die Zukunft schicken!"

Ein Brief aus der Vergangenheit

Der Postbote trat näher und zog vorsichtig einen alten Brief aus dem Portal. Auf dem Umschlag stand in altmodischer Schrift: „An meinen Urenkel, den zukünftigen Postboten." Als er den Brief öffnete, las er laut vor:

„Lieber Urenkel, wenn du diesen Brief liest, hast du das Portal gefunden. Es ist ein Geschenk und eine Verantwortung. Nutze es weise. Manche Menschen brauchen Worte aus der Vergangenheit, um ihre Gegenwart zu verstehen. Andere brauchen Hoffnung aus der Zukunft. Du und deine treuen Begleiter werdet wissen, was zu tun ist. Mit Liebe, dein Urgroßvater."

Postschlumpf, die Ente und der Postbote sahen sich an. Sie hatten ein unglaubliches Geheimnis entdeckt! Aber was sollten sie damit anfangen?

„Wir müssen es Lisa erzählen!", rief Postschlumpf. „Sie und Ferkel und Küken müssen das auch sehen!"

Der Postbote nickte. „Morgen. Morgen rufen wir sie alle zusammen. Aber bis dahin…" er schaute nachdenklich auf das Portal, „…müssen wir überlegen, wem wir mit diesem Geschenk helfen können."

Die Ente schnatterte zustimmend. Sie ahnte, dass dies der Beginn vieler neuer Abenteuer war. Denn ein Portal, das Briefe durch die Zeit schicken konnte – damit konnte man so viel Gutes tun!

Als sie den Keller verließen und die Tür hinter sich schlossen, leuchtete das Portal noch einmal kurz auf, als würde es ihnen zuzwinkern. Die Zeit-Briefe warteten auf ihre Bestimmung.

Und das Abenteuer hatte gerade erst begonnen.


Diese Geschichte ist meine Idee und wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Lizenz: CC BY-NC 4.0Die Geschichte darf geteilt und verwendet werden unter Nennung der Quelle (rickert.fr), aber nicht für kommerzielle Zwecke.