Jeden Morgen, wenn die Sonne über den Dächern der kleinen Stadt aufging, begann das schönste Abenteuer des Tages. Der Postbote schwang sich auf sein gelbes Postfahrrad, und schon kamen sie angerannt: Postschlumpf mit seiner weißen Mütze, Ferkel mit den rosa Öhrchen und das kleine gelbe Küken. Alle drei setzten sich nacheinander auf die Lenkerstange – zuerst Postschlumpf, dann Ferkel, dann Küken – und jeder trug einen bunten Helm wegen der Unfallgefahr. Postschlumpfs Helm war blau, Ferkels rosa und Kükens gelb. So fuhren sie durch die Straßen, brachten Briefe und Pakete und erfreuten alle Menschen mit ihrem lustigen Anblick.

Doch eines Morgens geschah etwas Seltsames. Der Postbote kam wie immer mit seinem Fahrrad um die Ecke gerollt, und Postschlumpf sprang erwartungsvoll auf die Lenkerstange und setzte seinen blauen Helm auf. Aber Ferkel und Küken kamen nicht. Der Postbote wartete. Postschlumpf schaute sich suchend um. Nichts. Die beiden waren spurlos verschwunden.

Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer durch die Stadt. „Ferkel und Küken sind weg!", riefen die Kinder. „Niemand hat sie gesehen!", berichteten die Ladenbesitzer. Sofort machten sich alle auf die Suche. Die Bäckerin schaute in ihrem Ofen nach, der Gärtner durchsuchte jeden Busch, die Lehrerin ließ alle Schüler unter den Bänken nachschauen. Die Feuerwehr fuhr mit Blaulicht durch die Straßen und rief ihre Namen. Selbst der Bürgermeister half bei der Suche und ließ Plakate aufhängen: “Vermisst: Ein rosa Ferkel und ein gelbes Küken!”
Aber sie blieben verschwunden. Keine Spur, kein Hinweis, nichts.
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