Ein Mysterium, das nicht gelöst werden konnte

Vor einer Woche habe ich hier beschrieben, wie ein iMac von 2011 nach einigem Ringen mit dem radeon-Treiber, einer amdgpu-Blacklist und einem denkwürdigen USB-Kabel wieder sauber unter Linux Mint lief. Voller Beschleunigung, mit regelbarer Helligkeit. Ein gutes Ende.

Diese Geschichte hat kein gutes Ende. Sie hat ein funktionierendes Ende — was nicht dasselbe ist.

Der Abend, an dem es kippte

Ich habe einen Film geschaut. Vollbild. Irgendwann, nach einiger Zeit, wurde der Bildschirm schwarz, und der Rechner nahm keine Eingabe mehr an. Kein Mauszeiger, keine Tastatur, nichts. Hart ausschalten war die einzige Option.

Beim nächsten Start blieb er hängen. Schwarzer Schirm, keine Eingabe, kein SSH. Der iMac war weg.

Der Verdacht, der sich nicht bestätigte

Die naheliegende erste Vermutung: ein Energiespar- oder Screensaver-Vorgang, der das Panel abschaltet und beim Aufwecken nicht sauber zurückkommt.

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Ein iMac von 2011, Linux Mint und ein Trackball-Kabel

Der iMac 27" von Mitte 2011 steht seit Jahren herum. Apple hat ihn längst abgeschrieben, macOS bekommt er keins mehr. Also: Linux Mint drauf. Was folgte, war eine Woche Fehlersuche mit mehreren falschen Fährten, einem Hardware-Defekt-Verdacht, der sich in Luft auflöste, und einer Ursache, auf die niemand kommt.

Die Ausgangslage

iMac12,2, Intel Core i7-2600, dazu zwei GPUs: die integrierte Intel HD 3000 und eine AMD Radeon HD 6970M. Wichtig für alles Weitere, und eine Eigenheit dieser Baureihe: Apple hat das interne Panel nur an die Radeon verdrahtet. Die Intel-GPU treibt den eingebauten Bildschirm nicht an. Wer die Radeon abschaltet, sitzt vor einem dunklen Gerät.

Der Live-USB-Stick bootete nur im Kompatibilitätsmodus, also mit nomodeset. Die Installation lief durch — und danach: schwarzer Bildschirm. Ein klassisches Henne-Ei-Problem. Ohne Treiber kein Bild, mit Treiber kein Bild.

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